206 Passagiere und ausgerechnet mit IHR lande ich auf einer Insel!

Hey, hier ist mein zweites Hauptprojekt, das ich zusammen mit Milena schreibe (http://www.bookrix.de/-milena2411), sie schreibt aus der Sicht von Chloe ;)



1. 206 Passagiere und ausgerechnet mit IHR lande ich auf einer Insel!


 Als Eric ins Flugzeug nach L.A. gestiegen ist, hatte er keine Ahnung, dass es damit enden würde, dass er mit seinen beiden Freunden, die genauso wie er Gestaltwandler sind, zwei Frauen, Chloe und Tiffany, auf einer Insel bruchlanden würde. Zu fünft irren sie über die Insel, die mitten im Pazifik liegt, ohne eine Möglichkeit mit der Außenwelt zu kommunizieren. Schon bald kommt es zu ersten Streits und Eric muss sich zwischen seiner Freundschaft zu Lucien oder für Chloe entscheiden....






http://www.bookrix.de/_title-de-milena-jana-d-206-passagiere-und-ausgerechnet-mit-ihr-lande-ich-auf-einer-insel


http://www.hierschreibenwir.de/node/77114


http://www.fanfiktion.de/s/4fbced98000235d60c903a98




Textausschnitt:

 

  Kapitel 1:


Genervt eilte ich durch die Vorhalle des überfüllten Flughafens. Die Gerüche machten mich fast wahnsinnig. Schweiß, Parfüm, Blut, verdorbene Lebensmittel… Meine gute Nase fing leider all diese ekelerregenden Gerüche auf.
Im Vorbeigehen warf ich einen kurzen Blick in ein Schaufenster, in dem ich mich widerspiegelte. Meine große, muskelöse Gestalt überragte die Menschen, die neben mir liefen, um Längen. Die lange Narbe auf meiner linken Wange sah gefährlich aus, kein Wunder, dass mich immer wieder Leute von der Seite her anstarrten.
Überall hetzten Frauen und Männer, ob jung oder alt, durch die Gegend, um ihren Flug in letzter Sekunde zu bekommen. Mit keinem Blick würdigten sie ihre Umgebung. Immer wieder stießen mich Menschen an. Bei dem Anzugträger, der seine Aktentasche festumklammert hielt, sodass seine Fingerknöchel weiß hervortraten, genügte mir noch ein bitterböser Blick. Doch als mich dann auch noch eine kleine, mollige Frau, mit ihrem rosa gemusterten Kinderwagen fast überfuhr,  riss mein Geduldsfaden. Mir entwich ein wütendes Fauchen und ruckartig wirbelte ich herum! Mein Tattoo fängt an zu jucken – der große pechschwarze Tiger mit den glühenden orangen Augen, der sich über meinen gesamten Rücken erstreckte, war ein Zeichen dafür, dass die Verwandlung nahe stand. Ich musste mich dringend wieder abreagieren. Also atmete ich langsam aus, doch trotzdem fuhr ich sie gereizt an: „Haben sie keine Augen im Kopf?! Nur weil Sie mit so  nem Monstergerät durch die Gegend fahren, ist das doch kein Grund, jemanden fast umzufahren!“
Wütend fuhr ich mir durch meine zerzausten schwarzen Haare.
Das tat gut, meine schlechte Laune endlich raus zu lassen.
Doch kaum hatte ich geendet, ertönte auf einmal ein furchterregendes Geräusch. Alarmiert schaute ich mich nach dem Verursacher um. Was war das? Das war ja grauenhaft! Meine Ohren, das Trommelfell wird platzen! Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter.
Jederzeit zum Angriff bereit, schaute ich umher. Eine junge blonde Frau, die hektisch auf ihr Handy einredete, warf einen genervten Blick in unserer Richtung. Aber sonst liefen alle ungerührt weiter an uns vorbei. Also blickte ich wieder zu der Frau, die sich mittlerweile über den Kinderwagen gebeugt hatte. Einen wirklichen Stil hatte sie nicht. Ihre hässlichen kurzen Stummelbeine steckten in einem grau karierten Rock, der ihr bis zu den Knien ging, und weißen Nylonstrümpfen, die wiederrum in rot lackierten Sandalen endeten. Ihre – so gut wie nicht vorhandene Oberweite – und ihren nicht zu übersehenden Bauchansatz, versuchte sie  mit einem kackbraunen Strickpullover, auf dem Bärchen aufgestickt waren, zu retuschieren. Das trug ja noch nicht einmal meine Oma!
Vorwurfsvoll blickten mich ihre wässrig blauen Augen unter den halbmondförmigen Brillengläsern an, während sie ihre buschige Augenbraue hochzog „Was erlauben Sie sich? Jetzt haben Sie mein Schnukiputzi aufgeweckt und er hatte doch gerade seinen Mittagsschlaf. Wissen Sie, wie lange es gedauert hat, ihn davon zu überzeugen, zu schlafen?“
Schnukiputzi?! Häh, was ist denn ein Schnukiputzi. Doch als mein Blick den mit Blümchen besticken Kinderwagen streifte, stieg in mir eine Ahnung hoch. Sie meinte doch nicht etwa…
Hilfe! Ich ersticke vor Lachen. In dem Kinderwagen lag ein Ding, das sich wohl Schnukiputzi schimpfte. So was abartig Hässliches hatte ich noch nie gesehen.
Eingemurmelt in eine dicke moosgrüne Baumwolldecke – hallo? wir hatten 30 ° im Schatten! – lag ein verschrumpeltes Etwas. Der  gelbliche Sabber lief dem Ding am Kinn runter, ich nehme jetzt mal an, dass es ein Kinn war, weil man fast keinen Übergang zum Hals sah, da das Ding so viele Fettfalten hatte. Ähh, als ich mich etwas näher zu dem Ding beugte kam mir eine abartige Welle von Gestank entgegen, es roch nach voll geschissener Windel und Schweiß. Das war ja nicht auszuhalten. Mein Kopf schnellte mit einer ruckartigen Bewegung wieder nach hinten. Das Ding – oder Monster – hatte seine Mund sperrgenangelweit aufgerissen, so dass man einen Blick auf seine verfaulten Zähne werfen konnte. Und aus diesem Maul kam diese ohrenbetäubende Geräusche, die mein Trommelfell in Stücke rissen. Das war echt nicht zum Aushalten. Die zu gequollenen Augen schauten mich mit einem hinterhältigen Funkeln an. Und erst jetzt kapierte ich, was ich da sah – ein Baby. Ein schreiendes, hässliches Baby.
Geschockt starrte ich das kleine Monster weiterhin an.
„Sag mal, hören Sie mir überhaupt zu, sie Tölpel? Was erlauben Sie sich hier eigentlich, verschwinden Sie bloß!“, die unangenehme schrille Stimme dröhnte in meinen Ohren und riss mich von dem schrecklichen Anblick los. Als ich gerade zu einer passenden Antwort ansetzen wollte, entdeckte ich Lucien, der wild mit den Armen in meine Richtung zeigte und dann auf seine nicht vorhandene Uhr am Handgelenk deutete. Mit seinen kurzen grünen Haaren, seiner kräftigen Statur und den breiten Schulter stach er ebenso wie ich aus der Menge heraus. Als ich einen Blick auf die große Uhr an der Wand warf, merkte ich, dass das Flugzeug gleich schon starten würde. Deshalb verkniff ich mir ein Kommentar, warf einen letzten angeekelten Blick auf die seltsame Frau und ihr Baby und eilte dann Richtung Terminal sieben. Währenddessen ertönte durch den Lautsprecher die Aussage, dass der Flug nach L.A. in 15 Minuten starten würde. Als ich endlich beim Kontrollpunkt angekommen war, erwarteten mich dort schon Lucien und Adrian, der neben seinem Freund ziemlich farblos, aber nicht weniger bedrohlich aussah. Während Lucien von Kopf bis Fuß in die buntesten Sachen gehüllt war, trug Adrian nur eine schlichte schwarze Hose, ebenso dunkle Schuhe und ein blaues Shirt. Einzelne Strähnen seiner blonden Haare fielen ihm ins Gesicht, die er dann mit einer genervten Bewegung aus dem Weg strich.
„Na endlich, da bist du ja, Eric. Warum kannst du nicht einmal pünktlich kommen, lass mich raten, du warst beschäftigt und hast die Zeit vergessen?“ vorwurfsvoll blickte er mich an. Achselzuckend antwortete ich ihm. „Tut mir ja leid, aber die Leute werden immer unverschämter, hat mich doch tatsächlich so ne Alte mit ihrem Kinderwagen fast überfahren! Von dem Kind krieg ich wahrscheinlich heute Nacht Albträume. Das war so abartig hässlich, hättest du mal sehen….“ Adrian unterbrach mich mit einer wegwerfenden Handbewegung und deutet dann auf den Schalter. „Los jetzt, sonst schaffen wir es nicht mehr.“ Zielstrebig lief er zum Schalter, ließ die Kontrolle über sich ergehen und ging dann in Richtung Flugzeug. Dann war Lucien an der Reihe und schließlich ich.
Als ich das Flugzeug betrat, bat sich mir ein geiler Anblick. Eine junge blonde Frau hatte sich vornübergebeugt um nach ihrer Tasche zu greifen. So hatte ich eine optimale Aussicht.
Hmm… lange, sexy Beine, die in einem kurzen roten Rock steckten, geiler Arsch und…. Jackpot! Sie hatte sich umgedreht und knallte jetzt mit der Nase gegen meine Brust. Ich spürte, wie ihre Brüste gegen meinen Oberkörper  gepresst wurden und blickte genau in ihr wunderschönes Gesicht. Ihre langen goldblonden Haare betonten ihre zarten Gesichtszüge. An den wunderbar geschwungen roten Lippen blieb mein Blick kurz hängen, bevor er zu ihren smaragdgrünen Augen, die mit goldenen und lilanen Schimmer durchzogen waren und von langen Wimpern betont wurden, wanderte.




 



Anmerkung:

Das ist mein erstes Gemeinschaftsprojekt und bis jetzt umfasst es 38 Wordseiten. Es wird abwechselnd aus Erics und aus Luciens Sicht geschrieben, hauptsächlich aber aus Erics.
Ich schreibe seit dem 25. Mai 2012 an ihm und bin aber noch lange nicht fertig ;)
Ich hoffe es gefällt euch und freu mich auch immer über Kritk, denn nur daraus kann man lernen ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen